Dienstag, 10.06.2003

Kartoffelpredigt in Vierzehnheiligen

Bereiten Feste mit vor:

Harald Seime, Professor Klaus Petzold, Katrin Matern (alle vom Verein "Lebensraum Gönnatal"), Dr. Christel Lüdke, Klaus Sammer von der Gönnataler Agrar eG. und Anneliese Seime (v.l.) als Vorsitzende des Vereins. Foto: Beutler Gönnatal. (tlz) Dornburg, Altengönna und Vierzehnheiligen sind Orte im Gönnatal. Sie richten in den kommenden Wochen große Feste aus, wobei die Dornburger bereits zum 32. Kinder- und Rosenfest vom 27. bis 29. Juni einladen. Die Gönnataler Putenspezialitäten GmbH und die Gönnataler Agrar e. G. freuen sich am 5. Juli auf viele Gäste bei ihrem 7. Betriebsfest. Neu in der Runde ist der im Januar gegründete Verein "Lebensraum Gönnatal". Er ist aus der Bürger-Initiative "Gegenwind 2000" in Vierzehnheiligen hervorgegangen und dabei, das 1. Gönnatalfest für Samstag, 12. Juli zu organisieren.

Der Verein "Lebensraum Gönnatal" hat mittlerweile 43 Mitglieder und wird von Anneliese Seime geleitet. Ihr Stellvertreter ist Prof. Klaus Petzold, Religionspädagoge an der Jenaer Uni.

Natürlich soll das 1. Gönnatalfest ein Erfolg werden. Klaus Sammer, Chef der Agrargenossenschaft Gönnatal - er ist Mitglied im Verein "Lebensraum Gönnatal" -, kann seine guten Kontakte als ehemaliger langjähriger Vorsitzender des Dornburger Rosenfestvereines weiter reichen: So wird am 12. Juli, 11 Uhr kaiserliche Hoheit Maria Pawlowna mit herrschaftlicher Kutsche und berittener Eskorte nach Vierzehnheiligen abgeholt. Auf dem Dorfplatz wird es einen historischen Bauernmarkt geben. Der Dorfschulze empfängt gemeinsam mit der Dornburger Rosenkönigin die Ehrengäste.

"Da sich in Thüringen immer alles um die Bratwurst dreht, soll es bei uns einmal anders sein: Es geht um die Bratkartoffel, die von den Bewohnern Vierzehnheiligens bereitet und gereicht werden", sagt Harald Seime, der ebenfalls Mitglied in dem Verein ist. "Kartoffelpfarrer" Putsche werde dabei sein und seine Kartoffelpredigt zelebrieren. Er hatte sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts wissenschaftlich mit dem Kartoffelanbau befasst und mehrere Bücher zum Anbau von Kartoffeln, Hopfen und zur Bienenzucht geschrieben Die Kirche sei in das Fest als wichtiges Symbol mit eingebunden. Sie habe, am Ende einer Schlacht 1453 erbaut, als Wallfahrtskirche eine große Rolle gespielt, so Harald Seime. (Wir kommen auf die Feste noch im Detail zurück.)

10.06.2003    Von Peter Beutler

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