Harald Seime, Professor Klaus Petzold, Katrin
Matern (alle vom Verein "Lebensraum Gönnatal"), Dr. Christel Lüdke, Klaus
Sammer von der Gönnataler Agrar eG. und Anneliese Seime (v.l.) als
Vorsitzende des Vereins. Foto: Beutler Gönnatal. (tlz) Dornburg,
Altengönna und Vierzehnheiligen sind Orte im Gönnatal. Sie richten in den
kommenden Wochen große Feste aus, wobei die Dornburger bereits zum 32.
Kinder- und Rosenfest vom 27. bis 29. Juni einladen. Die Gönnataler
Putenspezialitäten GmbH und die Gönnataler Agrar e. G. freuen sich am 5.
Juli auf viele Gäste bei ihrem 7. Betriebsfest. Neu in der Runde ist der
im Januar gegründete Verein "Lebensraum Gönnatal". Er ist aus der
Bürger-Initiative "Gegenwind 2000" in Vierzehnheiligen hervorgegangen und
dabei, das 1. Gönnatalfest für Samstag, 12. Juli zu organisieren.
Der Verein "Lebensraum Gönnatal" hat mittlerweile
43 Mitglieder und wird von Anneliese Seime geleitet. Ihr Stellvertreter
ist Prof. Klaus Petzold, Religionspädagoge an der Jenaer Uni.
Natürlich soll das 1. Gönnatalfest ein Erfolg
werden. Klaus Sammer, Chef der Agrargenossenschaft Gönnatal - er ist
Mitglied im Verein "Lebensraum Gönnatal" -, kann seine guten Kontakte als
ehemaliger langjähriger Vorsitzender des Dornburger Rosenfestvereines
weiter reichen: So wird am 12. Juli, 11 Uhr kaiserliche Hoheit Maria
Pawlowna mit herrschaftlicher Kutsche und berittener Eskorte nach
Vierzehnheiligen abgeholt. Auf dem Dorfplatz wird es einen historischen
Bauernmarkt geben. Der Dorfschulze empfängt gemeinsam mit der Dornburger
Rosenkönigin die Ehrengäste.
"Da sich in Thüringen immer alles um die Bratwurst
dreht, soll es bei uns einmal anders sein: Es geht um die Bratkartoffel,
die von den Bewohnern Vierzehnheiligens bereitet und gereicht werden",
sagt Harald Seime, der ebenfalls Mitglied in dem Verein ist.
"Kartoffelpfarrer" Putsche werde dabei sein und seine Kartoffelpredigt
zelebrieren. Er hatte sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts wissenschaftlich
mit dem Kartoffelanbau befasst und mehrere Bücher zum Anbau von
Kartoffeln, Hopfen und zur Bienenzucht geschrieben Die Kirche sei in das
Fest als wichtiges Symbol mit eingebunden. Sie habe, am Ende einer
Schlacht 1453 erbaut, als Wallfahrtskirche eine große Rolle gespielt, so
Harald Seime. (Wir kommen auf die Feste noch im Detail zurück.) 10.06.2003 Von Peter Beutler |